Vor- und Nachteile

Hund Barfen – Pro und Contra

Vorteile und Nachteile

Vorteile der BARF Fütterung:

  • Der Hundebesitzer bestimmt selber darüber welche Zutaten in den Hundenapf kommen.
  • Der Hund hat kaum bis garkein Zahnstein.
  • Der Hund hat keinen üblen Hundegeruch.
  • Der Hund hat ein starkes Immunsystem, das viele Erkrankungen vorbeugt.
  • Dadurch hat der Hund auch eine bessere Leistungsfähigkeit.
  • Der Hund bekommt weniger Parasiten.
  • Der Hund hat eine bessere Muskulatur.
  • Dadurch auch starke Bänder und Sehnen.
  • Der Hund hat wesentliche Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen.
  • Der Hundewelpe hat weniger Wachstumsprobleme.
  • Das Risiko einer Magendrehung ist gravierend reduziert.
  • Der Hund setzt wesentlich kleinere Kotmengen ab, aufgrund der guten Verdaulichkeit des Futters.
  • Der Hund hat ein schönes, gesundes und glänzendes Fell.
  • Der Hund hat weniger bis keine Verdauungsstörungen und -erkrankungen mehr.
  • Barf Fütterung ist ideal für Allergie – Hunde geeignet
  • Hunde haben einen geringes Trinkbedürfnis, weil Fleisch viel Wasser enhält.

Nachteile der BARF Fütterung:

  • sehr große Unsicherheit am Anfang, weil man nichts verkehrt machen möchte
  • man muss sich mit dem Thema auseinander setzen oder auch beraten lassen, um Fehler zu vermeiden
  • größerer Platzbedarf zur Futterlagerung, viele haben einen eigenen Gefrierschrank nur fürs Hundefutter
  • man muss sich die Mühe machen geeignete und bezahlbare Fleischlieferanten zu finden
  • Die Futterumstellung kann unter Umständen etwas unbequem werden, denn ein Hund der Fertigfutter gewöhnt ist, da muss sich das Verdauungssystems auf die Rohfütterung erst einstellen. (siehe FAQ)
  • wenig bis gar keine Akzeptanz bei Tierärzten, die meisten haben Verträge mit der Futtermittelindustrie, man sollte sich aber durch so einen Tierarzt nicht verunsichern lassen, suchen sie sich einen „BARF freundlichen“ Tierarzt

Vorurteile gegen BARF

  • Warnung vor Rohfleischfütterung

Immer wieder warnen Tierärzte und die Fertigfutterhersteller vor der Fütterung von rohem Fleisch und Knochen. Rohes Fleisch sei gefährlich, es übertrage Parasiten und krankheitserregende Bakterien.
Der Hund ist ein Fleischfresser, d.h. sein Verdauungssystem ist darauf eingestellt rohes Fleisch und Knochen zu verdauen. Der Schlüsselreiz „Fleisch“ löst die Produktion von Magensäure aus, welche stark genug sind (stärker als beim Menschen), um Bakterien und Parasiten unschädlich zu machen.
Parasiten und Wurmeier, welche in rohem Fleisch enthalten sein können, werden durch Einfrieren des Futters  abgetötet und stellen kaum mehr eine Gefahr für den Hund dar. Zudem kann man auch Fleisch füttern, welches ausschließlich für den menschlichen Verzehr gedacht ist.

Eine Ausnahme gilt für Schweinefleisch: Dieses sollte niemals roh verfüttert werden! Wegen dem Aujetzky-Virus auch Pseudowut genannt.

  • Knochen
    Rohe ungekochte Knochen
    splittern nicht, im Gegensatz zu gekochten Knochen. Gekochte Knochen sollten nicht gefüttert werden, da die Knochensplitter Verletzungen hervorrufen können! Dies gilt vor allem für Geflügelknochen. Zudem kann es zu Verstopfung kommen, wenn der Anteil an Knochen zu groß ist. Ungekochte Knochen können (in Maßen) dem Hund gegeben werden. Natürlich die Knochengröße auf der Größe des Hundes angepasst!
  • „Rohes Fleisch macht Hunde aggressuv.“
    Dieses Ammenmärchen kursiert ebenfalls. BARF hat keinerlei Auswirkungen auf das Verhältnis Mensch – Hund. Unter Artgenossen (Hund – Hund) wird das Fleisch zwar wahrscheinlich verteidigt, aber jeder Hund sollte in seiner Erziehung gelernt haben, dass der Mensch kein Futterkonkurrent ist.  Dies ist ganz klar eine Sache der Erziehung. Auch sollte man den Hund in Ruhe fressen lassen, damit überhaupt garkein Grund besteht das der Hund sein Futter verteidigt. Vorallem gibt es auch viele Berichte von Barfern, das Hunde durch die Rohfleischfütterung wesentlich ausgeglichener sind als vorher.
  • „BARF führt zu Mangelerscheinungen.“
    Diese Behauptung bekommt man auch oft von den Futtermittelherstellern unter die Nase gehalten, die für ihr ausgewogenes Alleinfutter Werbung machen. Ein Grauen für jeden Hundehalter: natürlich will jeder für seinen Hund eine ausgewogene Ernährung. Aber auch durch BARFen wird ein Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, vorausgesetzt man stellt die Futterrationen richtig und abwechselungsreich zusammen. Fast alle lebenswichtigen Nährstoffe sind in frischer, roher Nahrung enthalten. Was fehlt, wird durch entsprechende Futterergänzungen ergänzt.
    Es ist nicht notwendig in jeder Mahlzeit alle lebenswichtigen Nährstoffe zu verabreichen, da die Ausgewogenheit über einen Zeitraum von mehreren Wochen stattfindet, wie auch in der Natur. Einseitige Ernährung ist also nicht so schlimm, aber es ist wichtig sie abwechslungsreich zu gestalten.
  • „BARF ist teuer.“
    Hierbei kommt es letztendlich auf die Umsetzung beim Einkauf für die Mahlzeiten an. Man sollte entsprechende Packungsgrößen kaufen. z.B. 1kg Packung für einen großen Hund, für einen mittleren nur die 500g Packungen und für die Kleinen nur 250g Packungen.  Wenn man viele kleine Portionen kaufen würde, so ist dies sicherlich teurer als wenn man Dosenfutter kaufen würde. Aber logischer weise muss man allerdings größere Mengen an Dosenfutter kaufen wenn man auf das gleiche Fleischniveu von Frischfleisch kommen möchte. Achten Sie beim Einkauf auch auf Sonderangebote. So lassen sicher ein paar Euro sparen. Futter Zusätze braucht man meist nur selten kaufen, die halten sich dann auch einen langen Zeitraum. Rechnet man alles über einen längeren Zeitraum gegen, so ist das BARFen nicht teurer als die Ernährung mit einem qualitativ hochwertigem Fertigfutter. Mit dem Vorteil das man weiß, was man füttert 😉

Quelle: eigene Erfahrung & http://www.petsnature.de